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KROATIEN – Auf Winnetous Spuren

Welches Kind der 70er kennt sie nicht, die Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand? Ich verschlang die Karl-May-Bücher meiner Mutter im Alter von etwa zehn Jahren und rühmte mich damit, den vollständigen Namen von Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah stets auswendig parat zu haben. Selbstverständlich hatte ich auch die Filme gesehen, in welchen die Apachen durch die karge Landschaft des „Wilden Westens“ ritten. Moment! „Wilder Westen“?

Der geneigte Winnetou-Fan weiß natürlich, dass die Filme nicht in den Staaten gedreht wurden. Und wir befinden uns gerade mitten in einem der Gebiete, die in den 60er Jahren die Kulisse für Winnetous Heimat darstellten.

Die Filmcrew war damals in Starigrad untergebracht und just in dem Motel, in welchem Pierre Brice und Lex Barker ihren Kopf auf weiche Kissen legten, ist heute ein winzig kleines „Winnetou-Museum“ eingerichtet. Wenn man es besichtigen möchte, muss man pünktlich sein, denn die Öffnungszeiten sind alles andere als großzügig:

Der Eintritt ist gegen eine Spende möglich und was geboten wird, lässt einen in vergangene Zeiten eintauchen.

Alte, signierte Filmplakate, einige Requisiten und viele Bilder standen zum Schmökern bereit – am allerschönsten fand ich ein Fotoalbum, in dem man blättern durfte.

Ob Schauspieler dieser Klasse heutzutage auch noch so charmant untergebracht werden?

Im Anschluss daran begaben wir uns noch weiter auf Spurensuche und fuhren durch Obrovac hindurch zum Aussichtspunkt „Pariževačka glavica“, die Schotterstraße dahin – lt. offizieller Wegbeschreibung – leicht zu finden zwischen den Strommasten 86 und 87.

Und dann standen wir da, in der Heimat des Häuptlings der Apachen am „Rio Pecos“.

In Wahrheit handelt es sich um den Zrmanja-Fluss, an welchem Old Shatterhand von den Apachen gefangen gehalten wurde https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Datei:LexBarker_Zrmanja.jpg

Im Juli ist es hier brütend heiß. Regelmäßig überschreiten wir schon um 09:00 Uhr morgens die 30°C-Marke, nur selten weht Wind, der einem zumindest die Illusion von etwas Frische vermittelt.

Wie wohltuend war da unser Eintauchen in den „Rio Pecos“ (Zrmanja-Fluss) einige Kilometer flussaufwärts.

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