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KROATIEN – Zadar: Das Eingangstor zur Region Dalmatien

Majas (11) Wunsch für den Urlaub war ein Besuch der Meeresorgel in Zadar. Nachdem wir anderntags am Abend schon vergeblich versucht hatten, einen Parkplatz im Zentrum der Stadt zu finden, entschieden wir uns, beim nächsten Mal schon früher hinzufahren und einige Stunden in Zadar zu verbringen.

Wir kamen zu Mittag an und begannen unseren Städteausflug mit vegetarischen Burgern für alle sowie einem tollen „Vitamindrink“ für mich.

Frisch gestärkt flanierten wir durch Zadars Gassen. Die Stadt war wechselnd unter italienischer, ungarischer, kroatischer und österreichischer Herrschaft – besonders der italienische (venezianische) Einfluss prägt das Stadtbild.

Schon seit Jahrhunderten ist der „Narodni Trg“ – der Platz des Volkes – der Mittelpunkt des städtischen Lebens.

Touristenmagnet ist allerdings vielmehr noch das Forum, dessen Bau von Caesars Nachfolger und Neffen Augustus in Auftrag gegeben worden war, wie Steininschriften aus dem 3. Jahrhundert beweisen.

Früher war das Forum von einer Säulengallerie umgeben. Nur Teile der monumentalen Anlage konnten bis heute freigelegt werden. Die Säulenreste können direkt neben dem Steinpflaster betrachtet werden.

Unser nunmehr dreijähriger Minizwerg spazierte fleißig mit. Nur hin und wieder beschloss er, eine kurze Rast auf dem kühlen Steinboden der Stadt einzulegen und damit die Blicke der Vorbeigehenden auf sich zu ziehen.

Die nächsten Stunden verbrachten wir hinter dem Platz der fünf Brunnen „Trg pet bunara“, der 1574 während der Belagerung der Armee des Osmanischen Reiches errichtet wurde.

Dort liegt – beinahe versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit gelegen – der Park der Königin Jelena Madijevka, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1829 zurückreichen. Begründet wurde er vom österreichischen Befehlshaber, Gouverneur Baron Franz Ludwig von Welden, der selbst ein großer Naturliebhaber war, der sich für Botanik interessierte. In diesem Park ließ sich die Zeit gut vertreiben – Maja und ich beim Lesen unserer Bücher, die kleineren Jungs beim Erkunden der schönen Anlage.

Gegen Abend brachen wir dann langsam Richtung Meeresorgel auf, nicht ohne den Kindern das zweite Eis des Tages zu gönnen – so etwas gibt es eben nur im Urlaub.

Auf der Strandpromenade mehrte sich das Leben. Verkaufsstände boten Souvenirs, gebratene Maiskolben und allerlei Tand an.

Laurin hatte die Meeresorgel in Zadar bereits einmal gehört, als er so alt war wie jetzt sein jüngster Bruder. Erinnern konnte er sich aber nicht mehr daran. Von ihrem Zauber hatte sie jedenfalls nichts verloren. So klingt Zadar! https://zadar.travel/de/sehenswurdigkeiten/sehenswurdigkeiten/die-meeresorgel

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