FreiGeist

Schu-Hu

Obwohl die schönen Nachtvögel mit den lautlosen Schwingen selbst kaum jemand beobachtet, üben Eulen auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Uns geht es da nicht anders. Auch Maja entwickelte schon früh großes Interesse an diesen wundervollen Tieren, besonders seitdem sie dem allgegenwärtigen Harry-Potter-Fieber verfallen war. Untypischerweise ist aber nicht die Schneeeule, sondern die Schleiereule ihr Favorit.

Bedauerlicherweise brütet die Schleiereule nicht mehr in Kärnten, selten verirrt sich ein Vogel vom Osten Österreichs in den Süden. Durch extensive Landwirtschaft und mangelnde Biodiversität geht man derzeit nicht davon aus, dass sie sich hier wieder etablieren kann. Wer den Schleiereulen oder auch Steinkäuzen helfen möchte, verwandelt seinen Rasen in einen Natur- und Obstgarten (Stichwort „Insekten“) und – ganz wichtig – sorgt für dauernd zugängliche Brutplätze innerhalb von Gebäuden. Die beiden erwähnten Arten sind Kulturfolger und nutzen diese Verstecke im Winter sowie für gerade flügge gewordene Jungvögel. Andere Eulen und Käuze sind dahingegen auf Höhlenbäume angewiesen, welche leider ebenso mehr und mehr verschwinden.

Maja beschäftigte sich in diesem Jahr einige Wochen lang mit Eulen und Käuzen, vor allem jenen Arten, die hier noch heimisch sind, und gestaltete ein tolles Lapbook zum Thema.

Natürlich durfte ein Steckbrief ihrer Lieblingseule nicht fehlen.

Eine Übersicht über andere heimische Eulen und Käuze hob die Vielseitigkeit der Vögel besonders hervor.

Einem Uhu war sie als kleines Mädchen auf Burg Kreuzenstein in Niederösterreich schon einmal begegnet.

Leider fanden wir selbst noch nie eine Eulenfeder. Die Federn der Handschwingen zeichnen sich durch eine besondere „Sägekante“ aus, welche den lautlosen Flug erst ermöglichen. Ich habe zu Anschauungszwecken eine solche Schwungfeder einer Waldohreule von einem bayerischen Falkner erworben.

Apropos „Waldohreule“. Wusstet ihr, dass die typischen Federohren vieler Eulenarten in Wirklichkeit gar keine Ohren sind? Ich lerne ja durch die Kinder immer wieder etwas Neues dazu. Tatsächlich hatte ich noch nie zuvor die wahren Eulenohren gesehen.

Auch die beiden Jagdformen der Eulen – die „Ansitzjagd“ und die „Pirschflugjagd“ – beschäftigten unser Mädel.

Nachdem sie den Lebenszyklus der Vögel in einer Drehscheibe aufgearbeitet hatte …

… führte sie ihre Arbeit zur Gefährdung von Eulen durch den Menschen.

Zuguterletzt griff sie noch die Verbreitung einzelner Arten in ihrem Heimatbundesland Kärnten auf. Und wer weiß: Vielleicht haben wir einmal Glück und dürfen so ein Wesen mit eigenen Augen in freier Wildbahn sehen.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.