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NIEDERÖSTERREICH – Halloween auf der Burgruine Rauheneck in Baden bei Wien

Der November nähert sich mit großen Schritten – und mit morgendlichem Hochnebel. Wie passend am „Eve of all Hallows“. Halloween als US-Konsum-Event ist ja so überhaupt nicht meins (hier spreche ich wohl nicht für meine Kinder), als „Verlängerung“ des keltischen Samhain-Fests finde ich es aber selbst ganz toll.

Da heuer wegen unseres Kurzurlaubs die Süßes-oder-Saures-Tour ausfiel (hier wird mir von meinen lieben Kleinen Absicht unterstellt), ließ ich mir ein Ersatzprogramm einfallen und wir machten uns gleich nach dem Frühstück auf nach Baden bei Wien.

Unser Auto stellten wir nahe des Hotels Sacher in Baden ab und spazierten ein kleines Stück die Schwechat entlang. Der Weg war gesäumt von Blättern in allen bunten Herbstfarben, überzogen vom Raureif der Nacht. Die Eugenvilla lag ebenso von Nebel eingehüllt da wie die Wälder ringsherum.

Es wären nicht die Amplatz-Kinder (allen voran mein Mann), gingen sie nicht irgendwo mehr oder weniger wahllos querfeldwaldein. So fanden wir uns an einem steilen Pfad bergauf wieder, der genau dem „Beuteschema“ aller entsprach. Unser jüngster Spross (2) hatte stellenweise zwar zu kämpfen, war aber durchaus motiviert, sich den Herausforderungen zu stellen.

Wenn man im Bergauf-Marsch kurz pausierte und seinen Blick in die weitere Umgebung richtete, erkannte man trotz Nebels das tolle herbstliche Farbenspiel.

Fast am „Gipfel“ angelangt, kreuzten wir dann den offiziellen Weg, der aber auch absolut seine Reize hatte.

Je höher wir kamen und desto weiter die Stunde fortschritt, umso mehr blitzten blaue Stellen am Himmel hervor. Und nicht nur das – auch das „Objekt der Begierde“ – die Burgruine Rauheneck – trat imposant in Erscheinung, gesäumt von goldenen Laubbäumen:

Der dreieckige Bergfried wurde von den drei großen Jungs gleich erklommen.

Währenddessen gönnte sich der Minizwerg eine Still-Pause. In der Zwischenzeit hatte sich der Nebel aufgelöst und die Sonne kitzelte auf unseren Nasen. Maja (11) war frustriert, weil sie sich einerseits nicht über die Treppen hoch zur Aussichtsplattform traute, andererseits aber trotzdem eben dort sein wollte – klassisches Entscheidungs-Dilemma. Als die Großen aber wieder bei uns waren, war die schlechte Laune gleich wieder vergessen und wir genossen die Stimmung innerhalb dieser alten Gemäuer.

Neben der Burgkapelle versammelte ich dann die Kinder um mich und erzählte ihnen – passend zum Tag – die Geschichte des alten Turso, der bis heute in der Ruine herumgeistern soll http://www.burgenkunde.at/niederoesterreich/ruine_rauheneck/ruine_rauheneck.htm

Einen kurzen Abstecher unternahmen wir dann noch zur Königshöhle. Merlin war schon hundemüde und quengelig. Aber tapfer setzte er einen Fuß vor den anderen. Wortlos und langsam. Richtig langsam.

Richtig „munter“ wurde der Knödel erst wieder, als Maja Brombeeren entdeckte 😉 Da war plötzlich die Müdigkeit über Bord geworfen und er entwickelte neue Superkräfte.

Frisch gestärkt waren wohl nicht nur wir, sondern auch „Eichhorn Puschel“, der emsig seine Beute versteckte. Könnt ihr ihn entdecken?

Wieder bei der Eugenvilla angelangt, flitzten die großen Kinder voraus zum Spielplatz am Hotel Sacher, während wir Eltern mit dem 2Jährigen gemütlich hinterher trotteten und noch einmal die Eindrücke genossen. So lasse ich mir Halloween gefallen 🙂

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