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Sanddorn – Die „Zitrone des Nordens“

Ursprünglich stammt der Sanddorn aus Tibet und dem Himalaja-Gebiet. Lange schon ist er auch in Europa heimisch. Schon Hildegard von Bingen soll diese Frucht geschätzt haben.

In unserem Naturgarten gedeiht er herrlich. Erst kürzlich gepflanzt, konnten wir heuer erstmals die kleinen, säuerlichen Früchte ernten – zumindest das, was uns unsere Kinder und die Vögel übrig ließen. Am besten sind ja die Früchte der Natur immer noch, wenn man sie frisch gepflückt in den Magen wandern lässt (und am vitaminreichsten obendrauf).

Wir waren unschlüssig, welche Erntemethode wir zuallererst ausprobieren wollten. Gleich zurückschneiden und die Äste mit den Früchten einfrieren, um danach die Beeren abzuklopfen, schien uns bei einer doch noch überschaubaren Menge irgendwie übertrieben. Also pflückten wir sie einzeln von Hand. Für eine Menge von 200 g hatten wir zu dritt (mein Mann, unsere Tochter und ich) gut anderthalb Stunden zu tun. In dieser Zeit entfernten wir aber auch schon die kleinen Stiele, sodass die Beeren wirklich bereit für die weitere Verarbeitung waren. Der 2jährige Minizwerg durchschaute natürlich sofort, dass man aus der Schüssel richtig rausschlemmen kann, also waren wir gut beraten, diese immer aus seinem Sichtfeld zu halten. Und trotzdem erwischte das Kerlchen einiges und schlug sich sein Bäuchlein voll 😉

Ich machte es von der geernteten Menge abhängig, was weiter mit den Früchten geschehen sollte. Obwohl ich mir vorgenommen hatte, bei weniger als 500 g nur einen Smoothie zu mixen, fiel aber schlussendlich die Entscheidung doch für ein kleines Glas Marmelade – zu Testzwecken. Irgendwie konnte ich mir bei diesem Säuregrad Marmelade so gar nicht vorstellen, zumal ich auch nur 3:1 Gelierzucker zu Hause hatte und ich ja meine Schleckermäulchen und ihre Vorlieben am Frühstückstisch gut kenne.

Ein Gläschen ging sich mit der Menge dann aus sowie zusätzlich eine kleine Kostportion für das kommende Frühstück.

Und diese Kostportion war ratz-fatz weg und allen stand die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Volltreffer! Mein Daumen-Mal-Pi-Rezept habe ich auch gleich verewigt. Nächstes Jahr sollten auch die beiden anderen weiblichen Sträucher schon Früchte tragen. Dann geht’s in die nächste Produktionsstufe 🙂 Mahlzeit!

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