FreiGeist

Dunkel war’s, der Mond schien helle …

Das schöne an freier Bildung ist die Möglichkeit, jederzeit tiefer in ein Thema einzutauchen, als es der starre Lehrplan vorgibt. Unser Sonnensystem wird in Majas Geografiebuch (1. Klasse NMS) mit nur zwei Seiten bedacht. Unglaublich, findet ihr nicht auch? Dabei muss man nur selbst einmal in einer klaren Nacht den Blick zu den Sternen richten, um mit einem Kopf voller Fragen zurückzubleiben, sobald die Sonne wieder am Firmament aufgeht.

Als die Frage nach den Mondphasen aufkam, schossen mir sofort „Kekse“ in den Kopf.

Wir hatten diese Oreo-Dinger tatsächlich noch nie zuvor gekauft. Ich finde sie furchbar künstlich – sowohl vom Aussehen als auch vom Geschmack her. Aber als Monde können sie schon mal herhalten. Die Idee ist nicht neu. Sie schlummerte schon ein paar Jahre auf meinen Pinterest-Pinnwänden und wartete darauf, bei passender Gelegenheit hervorgekramt zu werden. Und voilà!

Man muss sich natürlich die Kekse aufgestellt und mit der Creme zur Erde hin gerichtet vorstellen. Ein klitzekleines bisschen fächerübergreifend haben wir auch gearbeitet und zumindest die beiden wesentlichen englischen Begriffe „full moon“ und „new moon“ eingearbeitet. Und weil ich mir heute noch mit dem „a“-und-„z“-Trick behelfe, wenn ich einen Sichelmond sehe und feststellen will, ob der jetzt zu- oder abnehmend ist, wurde auch diese Eselsbrücke von der Mutter an die Tochter weitergegeben.

Natürlich mussten die Kekse dann verspeist werden – das ist ja der Sinn der ganzen Übung 😉

Maja wollte dann ihr Plakat gar nicht verwerfen. Obwohl ich in üblicher Manier den Fotoapparat gezückt hatte und alles festgehalten war, bestand sie darauf, die Keksmonde noch einmal durch Papiermonde zu ersetzen. Für alle Fälle sozusagen. Wer weiß, vielleicht interessiert sich ja auch bei der Externistenprüfung jemand besonders für das Thema?

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