FreiLand

Vassacher See 3.0

Aller guten Dinge sind bekanntlichermaßen ja drei. Kein Wunder also, dass Linus sich – nach seinen beiden großen Geschwistern – auch für eine Runde um den Vassacher See entschieden hat. Wir hatten schon damit gerechnet, unseren Morgenspaziergang auf Samstag verlegen zu müssen. Gestern abend zogen dunkle Gewitterwolken auf und wir gingen fest davon aus, dass es in der Nacht und vielleicht auch noch in der Früh regnen würde. Getäuscht! Alle Wolken waren verzogen, ohne auch nur einen Tropfen Regen hinterlassen zu haben.

Kein Spaziergang ist wie ein anderer, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin. Und obwohl ich allein in dieser Woche die Runde ja schon wiederholt marschiert bin, entdeckte Linus heute etwas Neues: einen Mirabellenbaum direkt neben dem Getreidefeld.

Leider waren die Früchte außerhalb unserer Reichweite. Wie gerne hätten wir in sie hineingebissen. Aber gut, so haben Vögel und Insekten etwas davon.

Maja machte mich schon am Mittwoch darauf aufmerksam, dass es noch einen anderen Weg rund um den See gebe, daher achteten Linus und ich heute ganz besonders auf die Wege links von uns.

Und da der Junge ja ohnedies abenteuerlustig ist, ließ er sich auch gerne auf Abenteuerpfade ein, von denen wir in Wahrheit nicht wussten, wo sie hinführten. Nun gut, so extrem weitläufig ist das Gelände rund um den kleinen See jetzt auch nicht. Aber das wusste ja auch nur ich und ich hütete mich, sein Erlebnis und seine Begeisterung zu dämpfen und verriet vorsichtshalber gar nicht, dass eigentlich keine Gefahr bestand, dass wir uns nachhaltig verirren könnten.

Außerdem war er für sein Alter gar nicht mal so übel, was die Orientierung betraf. Er wusste ganz genau, dass der See irgendwo zu unserer Linken und die Bundesstraße irgendwo zu unserer Rechten verlaufen musste.

Schon als ganz kleines Kind ist Linus gerne gelaufen. Bis heute hat er sich das beibehalten, sodass Umwege oder Erkundungs-Stichwege bei Wanderungen und Spaziergängen immer zusätzlich eingebaut werden können, ohne dass er dabei ein langes Gesicht zieht. Im Gegenteil. Belohnt wurden wir mit der Aussicht über den See von der anderen Seite …

… und mit einem Überraschungstier. Wer kann unseren Waldbewohner am Bild entdecken?

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