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    ITALIEN/TOSKANA – SentierElsa

    Zehn Jahre ist unsere letzte Reise in die Toskana her. Damals war unser ältester Sohn so alt wie unser jüngster heute ist. Dieses Mal ist der Große erstmals nicht mit von der Partie. Er reiste am selben Tag wie wir mit seiner HTL-Klasse zur Schulsportwoche nach Rovinj (Kroatien) ab. Während er also an der kroatischen Adria „biken“, eine Delfin-Tour machen und am Pool abhängen wird, verbringen wir unsere Zeit in den malerischen Städtchen sowie der hügeligen Landschaft der Toskana und planen in der kommenden Woche, den späten Sommerausklang am Tyrrhenischen Meer zu genießen. Nachdem wir Florenz ganz bewusst umschifft hatten, fuhren wir ohne Eile die Panoramastraße „Chiantigiana“ (SR 222) entlang,…

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    STEIERMARK – Die Hexe der Riegersburg

    In der wolkenverhangenen Toskana zu sitzen und über die in der Herbstsonne erstrahlende Riegersburg in der Steiermark zu schreiben ist – gelinde gesagt – paradox. Und doch nutze ich gerade die entspannten Abendstunden unseres Anreisetages in die hügelige Landschaft des Chianti, um mich an den zweiten Tag der kurzen Mädels-Allein-Unterwegs-Bildungsreise von vor zwei Wochen zurückzuerinnern und euch daran teilhaben zu lassen. Vorgenommen hatten wir uns einen Ausflug auf die Riegersburg, welche hoch auf einem zwei Millionen Jahre alten Vulkankegel thront. Die Möglichkeit, mit dem Panoramalift nach oben zu gelangen, schlugen wir aus und bevorzugten es stattdessen, auf Schusters Rappen den Weg zur Burg zu erklimmen. Sieben Tore, elf Basteien und…

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    STEIERMARK – Schokolade macht glücklich

    Zwei Exklusivtage mit nur einem Kind bieten auch hinsichtlich der Unterkunftswahl erweiterte Optionen. Maja (13) und ich waren in einem „Baumhaus“ nahe Fürstenfeld untergebracht. Die lieblich kleine Hütte für zwei Personen befand sich dabei nicht in luftiger Höhe auf, sondern als Pfahlbau inmitten von Bäumen. Nach unserer Wanderung auf den Spuren der steirischen Vulkane https://belinda.amplatz.today/freigepaeck/steiermark-auf-den-spuren-der-steirischen-vulkane/ brachten wir unser Gepäck dorthin, erfrischten uns ein wenig und sahen uns in Ruhe um. Das Mittagessen hatten wir in weiser Voraussicht ausfallen lassen. Geplant war nämlich der für Touristen obligatorische Besuch in der Zotter Schokoladenfabrik. Ich war ganz froh darüber, die Tickets schon im Vorfeld reserviert zu haben. Obwohl wir die Schokoladenfabrik werktags besuchten,…

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    STEIERMARK – Auf den Spuren der steirischen Vulkane

    Lange habt ihr nichts mehr von uns gehört. Die Externistenprüfungen des letzten Schuljahres kosteten uns allen viel Kraft und Energie. Dank der politisch motivierten und initiierten Verschärfungen der letzten drei Jahre empfanden wir sie mehr als sonst als Belastung – gottlob mit Ablaufdatum. Nun sind sie geschafft und zwei weitere Zettel mit Altpapierwert und nichtsaussagenden Beurteilungen für die Obrigkeit lagern im dunklen Keller. Nach einigen Wochen der Ruhe und Entspannung kehren unterdessen schön langsam die Lebensgeister zu uns zurück. Bevor sich der Sommer endgültig zu Ende neigt und die meisten Festungen der steirischen Schlösserstraße in den winterlichen Dornröschenschlaf fallen, wollte ich mit Maja (13) noch einen kurzen, zweitägigen Ausflug in…

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    Gegensätze ziehen sich an

    Physik – Lieblingsnaturwissenschaft für Jungs und rotes Tuch für Mädchen. Die allermeisten Leser würden wohl vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenserfahrung bestätigen, dass Klischee und Evidenz in diesem Fall unbestritten nah beieinander liegen. Dies unterstreicht auch die Interessenstudie von Lore Hoffmann und Peter Häußler aus dem Jahr 1995, wonach 60 % der Jungen am Ende der Sekundarstufe das Fach „Physik“ mit „interessant“ oder sogar „sehr interessant“ bewerten – dreimal so viel als Mädchen https://www.pedocs.de/volltexte/2013/8124/pdf/UnterWiss_1995_2_Haeussler_Hoffmann_Physikunterricht.pdf Was jedoch kaum einer weiß: In Wahrheit bekunden Mädchen in der Sekundarstufe sehr wohl Interesse an zumindest ausgewählten Teilbereichen der Physik, die Jungs nicht minder interessieren. Vor allem „Akustik“, „Wärmelehre“ und „Optik“ stoßen auch auf weibliches…

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    Muse im Wiener Neustädter Stadion

    Obwohl ich ja ursprünglich aus der Elektronik-Ecke stamme – in meiner Jugend begleiteten mich Namen wie Takkyu Ishino, Der Dritte Raum, Jeff Mills, Johannes Heil, Daft Punk, Extrawelt musikalisch – war ich immer auch anderen Musikrichtungen gegenüber sehr aufgeschlossen, vor allem dann, wenn Rhythmik und Harmonik in einem Musikstück auch einmal unerwartete Überraschungen bereithielten. Dass ich einmal für eine Band aus der Rock-Schiene dermaßen schwärmen würde, hätte ich mir in jungen Jahren nicht träumen lassen. Es ist aber wohl der Anteil elektronischer und klassischer Akzente, die – gepaart mit ihrem Alternative-/Progressive-Rock-Stil – und den meist politkritischen Texten den Reiz an der britischen Band „Muse“ ausmachen. Wenn man dann zusätzlich ein…

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    Postimpressionismus à la Van Gogh – Teil 1

    Inmitten des alljährlichen nervenaufreibenden Externistenprüfungsvorbereitungstrubels unserer Tochter (12) muss natürlich nichtsdestotrotz Zeit für ihre beiden großen Vorlieben sein: Kunst und Musik. Van Goghs „Sternennacht“ liebt sie ganz besonders und möchte dieses grandiose Gemälde schon bald in Öl auf Leinwand nachmalen. Natürlich werde ich sie dabei wieder fotografisch begleiten – bleibt gespannt! Um ein wenig in das Thema des Postimpressionismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts einzutauchen, setzten wir uns gemeinsam mit dieser Kunstepoche auseinander, diskutierten über die schwierigen Lebensumstände Van Goghs, seine Malerkollegen, denen zu Lebzeiten mehr Erfolg beschert war, und über einige seiner bekanntesten Kunstwerke. Da die Anlieferung der Leinwand ein paar Tage in Anspruch nehmen würde, beschloss Maja, noch ein…

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    Das Meer der Gefühle

    Nachdem Linus (9) im Rahmen seines Projektes „Licht und Schatten“ ein Plakat gestaltet https://belinda.amplatz.today/freigeist/jetzt-geht-mir-ein-licht-auf/ und einer Bohne beim Wachsen zugesehen hatte https://belinda.amplatz.today/freigeist/linus-und-die-bohnenranke/, griff er noch eine Mal- und Zeichenidee auf, über die ich gestolpert war. Obwohl unser Kunst- und Bastelfundus für einen Privathaushalt nach meinem Dafürhalten nahezu gigantische Ausmaße aufweist, musste ich dieses Mal tatsächlich zwei Dinge besorgen. Zum einen benötigten wir eine selbstklebende Folientasche mit einer Einschuböffnung auf der langen Seite, zum anderen Super-Duper-Ultra-Permanentmarker, die auch ganz sicher nicht auf der Folie verwischt werden konnten, selbst wenn eine Volksschülerhand versehentlich darüberstrich. Eltern mit kleineren Kindern seien hinsichtlich dieser Stifte wirklich eindringlich vorgewarnt: Diese Marker lassen sich vermutlich nur mit…

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    Happy Lettering

    Könnt ihr euch noch an Majas erstes Happy-Painting-Bild erinnern? https://belinda.amplatz.today/freigeist/happy-schaf/ Seitdem sie diese kunterbunte Technik im nebelig-grauen Herbst des letzten Jahres erstmals für sich entdeckt hatte, war sie nicht mehr zu halten. Aquarellfarben, Fineliner, Kalligraphiemarker und Brushpens gehörten fortan zu den am häufigsten verwendeten Mal- und Schreibutensilien des Hauses. Eigentlich brachte mich dann eine Freundin auf Melanie Riemer, eine wundervolle junge Frau und Mutter aus Klagenfurt, die von sich selbst erzählt, dass sie sich lange für künstlerisch unbegabt hielt. Spätberufen sozusagen stolperte sie über das „Happy Painting“ von Clarissa Hagenmeyer auf die bunte Seite des Lebens und richtet mittlerweile ein recht breites künstlerisches Angebot an Privatpersonen und Unternehmer https://www.melanie-riemer.at/ Maja…

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    Linus und die Bohnenranke

    Zuletzt erzählte ich euch von unserem Licht-und-Schatten-Projekt, erinnert ihr euch? Linus (9) hatte sich mit künstlichen und natürlichen Lichtquellen beschäftigt und ein Plakat zum Thema gestaltet. https://belinda.amplatz.today/freigeist/jetzt-geht-mir-ein-licht-auf/ „Was haben eigentlich Bohnen mit Licht zu tun?“, fragte mich mein Mann mit einer hochgezogenen Augenbraue, die unmissverständlich andeutete, dass sich der Zusammenhang nicht unmittelbar für ihn erschloss. Als ich zu einer Antwort ansetzen wollte, fuhr schon Linus (9) selbst dazwischen: „Da kommt ja nicht überall Licht rein!“ Ganz genau! Das war der Plan. Wir hatten drei Filmdosen vorbereitet, die mit jeweils zwei Bohnen bestückt wurden. An alle nach der Jahrtausendwende geborenen Leser: Filmdosen waren lichtdichte Schutzbehälter für Filmrollen, die man anno dazumal…